Woher kommt unser Holz

Holz ist seit Jahrhunderten einer der wichtigsten und umweltfreundlichsten nachwachsenden Rohstoffe. Allein in Nordrhein-Westfalen sind 27 Prozent der Landesfläche bewaldet und gewährleisten damit erhebliche Erholungs- und Artenschutzfunktionen. Nicht zuletzt stellt der Wald in NRW einen entscheidenden wirtschaftlichen Faktor dar.

Damit Holz als Baustoff auch langfristig verfügbar ist, unterliegt die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland strengen Richtlinien, um dessen Nachhaltigkeit sicherzustellen. Im Sinne einer naturnahen Waldwirtschaft gehört es so etwa zu den Prinzipien, dem Wald maximal so viel Holz zu entnehmen, wie auch tatsächlich nachwächst und freigewordene Flächen wieder zu bewalden.

Das Cluster Forst- und Holz in NRW

Bildquelle: Wald und Holz NRW

Durch den steigenden Bedarf in der Baubranche entwickelt sich der Holzbau zunehmend zum „Zugpferd für die Holzverwendung“ – mit positiven Folgen für Beschäftigung und Wertschöpfung in der Forstwirtschaft und den holzwirtschaftlichen Branchen, dem Cluster Forst und Holz. Dazu zählen neben der Möbel- und Papierindustrie auch Branchen wie der Holzhandel, die Sägeindustrie, die Forstwirtschaft, das Holzhandwerk u.v.m.

Damit kommt der Ressource Holz vor allem in NRW eine große Bedeutung als Wirtschaftsfaktor zu. Mit rund 163.000 Beschäftigten und mehr als 40 Mrd. Euro Jahresumsatz im gesamten Cluster hat die Forst- und Holzwirtschaft heute landesweit eine marktführende Bedeutung; auch für den Klimaschutz: allein im Cluster Forst und Holz in NRW beträgt die Klimaschutzleistung ca. 18 Mio. t CO2 pro Jahr. Nicht zuletzt verfügt NRW über leistungsstarke und innovative Hersteller von Holzbauprodukten, Holzbauunternehmen und Planungsbüros.

Die Holzbaubranche ist damit der Motor des Clusters Forst und Holz in NRW.

Zertifizierung nach PEFC/FSC

Seit einigen Jahren können Wälder in Deutschland zertifiziert werden. Die beiden wichtigsten Forst-Zertifizierungen – PEFC und FSC – stellen hohe Anforderungen insbesondere an die Nachhaltigkeit, die Umweltverträglichkeit der Waldbewirtschaftung, die Arbeitsqualität und an die soziale Kompetenz der Forstbetriebe. Mit dem Einsatz von zertifizierten Holzrohstoffen steht ganz klar im Vordergrund, Verantwortung für die Natur zu übernehmen und die Nachhaltigkeit der Wälder sicherzustellen. So ist in NRW etwa der gesamte Staatswald nach FSC und PEFC zertifiziert.

Da der Bedarf an Holz als Baustoff nicht allein durch Ressourcen aus NRW abgedeckt werden kann, ist darauf zu achten, dass auch das importierte Holz diesen Zertifizierungen entspricht.

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